Piano Solo und Piano Duos
International Stride Piano Summit

Chris Hopkins verbindet mit einigen wenigen Pianisten auf der Welt eine besondere Leidenschaft für die Tradition des Jazz Pianos und insbesondere für den virtuosen Solo-Stil, genannt "Harlem Stride Piano", dem im New York der 20er bis 40er Jahre Legenden wie Fats Waller, James P. Johnson und Willie "the Lion" Smith zu einzigartiger Popularität verhalfen. Weltweit gibt es heutzutage vielleicht ein gutes Dutzend Pianisten, die diesen orchestralen und
technisch höchst äußerst anspruchsvollen Klavierstil beherrschen. In diesem Rahmen stellt neben Solo-Konzerten insbesondere auch ein Piano Duo immer eine besonders intime und spannende Form der musikalischen Begegnung dar. Dabei geht es nicht um den nostalgisch verklärenden Rückblick, sondern um die zeitgemäße Fortführung dieser so faszinierenden pianistischen Kunstform, mit enormem  Spielwitz und großer Freude an der brillanten Improvisation.

Zu verschiedensten Festival- und Konzertanlässen hatte Chris Hopkins bereits Gelegenheit, als Duo Partner auf solch namhaften Kollegen wie Louis Mazetier (Paris), Bernd Lhotzky (München), Rossano Sportiello (Mailand) und Dick Hyman (New York) zu treffen. Mit dem Programm "TANDEM" tritt er regelmäßig zusammen mit seinem Kollegen Bernd Lhotzky auf -  ein gleichnamiges CD-Album wurde unlängst veröffentlicht. Aktuell erschien eine von Chris Hopkins zusammen mit legendären US-Pianisten Dick Hyman eingespielte Piano-Duo CD - unter dem Titel "Teddy Wilson in 4 Hands", welche bereits verschiedene internationale Auszeichnungen erhalten hat, so z.B. im amerikanischen "Downbeat Magazine".

 

 

Als außergewöhnliches Highlight kommt zu besonderen Anlässen das "International Stride Piano Summit" zusammen, bei dem alle vier oder gar fünf Pianisten Solo und in wechselnden Duo-Kombinationen auftreten. Diese einmalige Formation war u.a. in 2003, 2006 und 2007 mit großem Erfolg in Europa auf Tournee. Weitere Termine sind in Planung.

 

 

 

Siehe auch: www.stridepianosummit.de

 

 

 

Harlem Stride Piano

Im Norden Manhattans, dem Herzen von New York, befindet sich das Stadtviertel, das der Jazz berühmt gemacht hat: Harlem. Ab ungefähr 1926 setzte mit dem aus dem Süden der USA stammenden Jazz ein großer musikalischer Aufschwung ein. Harlem wurde zum Zentrum der Jazzwelt und Anziehungspunkt für das wachsende weisse Publikum, das in die großen Kabaretts und Lokale strömte, wo die besten farbigen Musiker und Bandleader wie z.B. Duke Ellington und Chick Webb mit ihren Orchestern zu hören waren.

In dieser von pulsierendem Leben erfüllten Atmosphäre entwickelte sich aus dem ursprünglichen Ragtime Piano ein besonderer Klavierstil, der "Harlem Stride", eine virtuose Spielweise, die insbesondere der linken Hand des Pianisten einen sehr hohen Grad an Sportlichkeit abverlangt. Während die rechte Hand Melodien und die charakteristischen stark synkopierten Verzierungen spielt, schlägt die linke Hand abwechselnd Basstöne, bzw. Dezimen und Akkorde an und muss dabei in oftmals rasantem Tempo eine Entfernung ("Stride") von mehr als zwei Oktaven zurücklegen.